Presse

Erdgasheizungen erreichen 2018 Rekordhoch.

BU: Drei von vier im Jahr 2018 neu installierten Heizungen nutzen Erdgas; Quelle: BDH, Zukunft ERDGAS e.V.

Berlin, 11. Februar 2019. - Auch im Jahr 2018 konnte Erdgas seine Stellung als gefragteste Heizenergie in Deutschland behaupten. Über 75 Prozent der Modernisierer und Bauherren setzten bei der Wahl eines neuen Heizgeräts auf Gastechnologien, wie aktuelle Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) belegen.

732.000 Wärmeerzeuger wurden 2018 in Deutschland abgesetzt. Drei von vier Geräten entfielen dabei auf neue Gasheizsysteme. Die beliebteste Heizung war mit über 67 Prozent der neu installier-ten Geräte auch im letzten Jahr wieder die Gasbrennwerttechnik. Sie verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4 Prozent und erreichte so ein neues Rekordhoch.

Effiziente Gasheizungen mit Brennwerttechnik bieten deutliche Klima- und Kostenvorteile. Durch ihren hohen Wirkungsgrad lassen sich Energieverbrauch und Heizkosten merklich senken, im Ver-gleich zu alten Ölheizgeräten um bis zu 33 Prozent. Die Technolo-gie nutzt die Kondensationswärme des Abgases auch für die Wär-meerzeugung, wodurch Brennstoffnutzungsgrade von rund 108 Prozent erreicht werden. Der niedrigere Energieverbrauch reduziert außerdem den CO2-Ausstoß um etwa ein Drittel. Langfristig ist so-gar klimaneutrales Heizen möglich, da Gas durch Biomethan, syn-thetisches Erdgas und Wasserstoff selbst immer grüner wird. Diese effiziente Technologie ist aber noch nicht flächendeckend einge-führt: Aktuell laufen in Deutschland insgesamt etwa 44 Prozent der Gas- und nur 12 Prozent der Ölheizungen mit Brennwerttechnik.

„Beim Thema Klimaschutz stehen Energieerzeugung und Verkehr häufig im Fokus. Dabei besteht auch im Wärmemarkt dringender Handlungsbedarf“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Branchen-initiative Zukunft ERDGAS. „Millionen ineffizienter Heizungen bla-sen in Deutschland im Bestand aktuell unnötig viel CO2 in die Luft. Ein Wechsel zu gasbetriebenen Brennwertgeräten kann die Emis-sionen des Sektors drastisch senken – und zwar zu sozial verträgli-chen Preisen.“